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Welcher Anbieter ist für dich der bester Online Broker? Das entscheidet dein Anlagestil: Sparplan-Fans brauchen andere Konditionen als aktive Trader. Wir zeigen dir, wie Kosten wirklich wachsen – und wo dein Geld nachhaltig gedeiht.
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Zwei kompakte Tabellen helfen dir, Preismodelle und Ausstattung einzuordnen, bevor du tiefer in die Details einsteigst.
| Preismodell | Typische Kosten | Ideal für | Achtung bei |
|---|---|---|---|
| Einzelpauschale | 0–1 € pro Order | Gelegenheitskäufer | Fremdspesen am Handelsplatz |
| Flatrate | 3–5 € pro Monat | Vieltrader | Wenigen Orders pro Jahr |
| Prozentual | 0,25 % des Volumens | Kleine Beträge | Großen Ordervolumen |
| Sparplan-Modell | Oft 0 € je Ausführung | Langfristanleger | Begrenzter ETF-Auswahl |
| Anbieter | Bewertung | Willkommensangebot | Stärke |
|---|---|---|---|
| Casino Royale | 9.8 | 100% bis 500 $ | Sofort-Auszahlung |
| GoldBet Pro | 9.6 | 150% bis 750 $ | Mobile App |
| StarPlay | 9.4 | 200% bis 1.000 $ | Riesige Auswahl |
| LuxuryBet | 9.2 | 50 Freispiele | 24/7 Support |
| CryptoKing | 9.0 | 300 $ + 100 FS | Krypto-Zahlungen |
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Wer heute ein Depot eröffnen möchte, hat die Wahl zwischen Dutzenden Anbietern, die alle mit niedrigen Kosten werben. Doch welcher ist wirklich bester Online Broker für deine persönliche Situation? Die ehrliche Antwort lautet: Das hängt davon ab, wie du anlegst. Ein Anbieter, der für Sparplan-Anleger nahezu kostenlos ist, kann für aktive Trader teuer werden. Umgekehrt lohnt sich ein Broker mit Flatrate-Modell kaum, wenn du nur zweimal im Jahr eine Order aufgibst. Dieser Ratgeber zeigt dir, auf welche Gebühren und Konditionen es ankommt und wie du die Angebote sinnvoll vergleichst.
Bevor du dich mit einzelnen Anbietern beschäftigst, solltest du dein eigenes Anlageverhalten kurz analysieren. Folgende Fragen helfen dir dabei:
Erst wenn du diese Punkte geklärt hast, kannst du Angebote realistisch einordnen. Ein Broker, der in einem Test auf Platz eins landet, muss nicht automatisch für dich die beste Wahl sein. Viele Vergleichsportale gewichten Kriterien unterschiedlich, und deshalb liegen Testsieger je nach Quelle oft weit auseinander.
Grundsätzlich lässt sich die Qualität eines Online-Brokers an drei Säulen festmachen: Kosten, Angebot und Sicherheit. Bei den Kosten geht es um Ordergebühren, Depotführung, Spreads und versteckte Entgelte. Beim Angebot zählen die Auswahl an Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen, die verfügbaren Handelsplätze sowie Sparplanoptionen. Und bei der Sicherheit spielen die Einlagensicherung, die Regulierung durch die BaFin oder eine andere europäische Aufsicht sowie die Trennung des Kundenvermögens als Sondervermögen eine zentrale Rolle.
Wer als bester Online Broker gelten will, muss in allen drei Bereichen überzeugen. Ein extrem günstiger Anbieter mit unklarer Regulierung ist keine gute Wahl, ebenso wenig wie eine sichere Bank mit überhöhten Gebühren, die über Jahre deine Rendite auffressen.
Viele Anleger schauen ausschließlich auf die Ordergebühr, die bei einem Kauf oder Verkauf anfällt. Das ist verständlich, denn sie wird in der Werbung meist prominent genannt. Tatsächlich setzt sich die Gesamtbelastung aber aus mehreren Komponenten zusammen. Wer diese kennt, durchschaut Lockangebote deutlich schneller.
Die Ordergebühr ist der Betrag, den der Broker für die Ausführung eines Auftrags verlangt. Bei klassischen Direktbanken besteht sie häufig aus einem Grundpreis plus einem prozentualen Anteil am Ordervolumen, zum Beispiel 4,90 Euro zuzüglich 0,25 Prozent. Neobroker arbeiten dagegen meist mit Pauschalen von 0 bis 1 Euro pro Trade. Hinzu kommen unter Umständen Fremdkosten wie Börsenentgelte, Maklercourtage oder Clearinggebühren, die vor allem beim Handel über Xetra oder Regionalbörsen anfallen. Achte darauf, ob der beworbene Preis diese Fremdkosten bereits enthält.
Bei den meisten Online-Brokern ist die Depotführung inzwischen kostenlos. Filialbanken und manche Sparkassen verlangen dagegen weiterhin jährliche Gebühren, die entweder pauschal oder prozentual vom Depotwert berechnet werden. Bei einem Depot von 50.000 Euro können 0,2 Prozent pro Jahr schnell 100 Euro ausmachen, ohne dass du dafür eine einzige Order platziert hast. Manche Anbieter knüpfen die kostenlose Depotführung zudem an Bedingungen wie eine Mindestanzahl an Trades oder einen aktiven Sparplan.
Der Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs eines Wertpapiers. Er wird in keiner Gebührentabelle ausgewiesen und ist trotzdem ein echter Kostenfaktor. Gerade beim Handel über außerbörsliche Plattformen kann der Spread bei weniger liquiden Werten deutlich größer ausfallen als an Xetra. Bei großen ETFs auf den MSCI World oder bei DAX-Aktien liegen die Spreads zu üblichen Handelszeiten meist im Bereich weniger hundertstel Prozent. Bei Nebenwerten, exotischen ETFs oder außerhalb der Hauptbörsenzeiten kann der Unterschied jedoch spürbar sein.
Neben den großen Posten gibt es eine Reihe kleinerer Entgelte, die sich summieren können:
Wer all diese Faktoren berücksichtigt, erkennt schnell, dass der vermeintlich günstigste Anbieter nicht immer am Ende die geringsten Gesamtkosten verursacht.
Der deutsche Brokermarkt lässt sich grob in drei Gruppen aufteilen. Jede hat ihre eigenen Stärken und Schwächen, und die Frage, wer bester Online Broker ist, lässt sich oft schon durch die Wahl des passenden Modells deutlich eingrenzen.
Neobroker wie Trade Republic, Scalable Capital, finanzen.net zero oder Smartbroker+ haben den Markt in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Sie bieten Trades für 0 bis 1 Euro, kostenlose ETF-Sparpläne und eine intuitive App. Möglich wird das unter anderem durch die Konzentration auf wenige Handelsplätze und durch Rückvergütungen der Handelspartner, das sogenannte Payment for Order Flow, das in der EU allerdings bis 2026 auslaufen soll. Viele Neobroker arbeiten mit Partnerbanken zusammen, etwa mit der Baader Bank, die Depot und Abwicklung im Hintergrund übernimmt.
Die Nachteile: Die Auswahl an Handelsplätzen ist oft eingeschränkt, der Kundenservice läuft meist per Chat oder E-Mail, und bei komplexeren Anliegen wie Erbfällen, Gemeinschaftsdepots oder Depots für Kinder sind manche Anbieter weniger flexibel. Wer neo im Sinne von modern und schlank sucht, wird hier fündig, sollte aber keinen Rundum-Service erwarten.
Direktbanken wie ING, comdirect, Consorsbank oder DKB bieten einen deutlich größeren Funktionsumfang. Du kannst an allen deutschen Börsen und häufig auch an internationalen Handelsplätzen handeln, erhältst ein vollwertiges Girokonto aus einer Hand und profitierst von einem etablierten Kundenservice inklusive Telefon-Hotline. Die Ordergebühren liegen allerdings meist über denen der Neobroker. Für Sparplan-Anleger sind Direktbanken trotzdem attraktiv, weil viele von ihnen ETF-Sparpläne dauerhaft oder zeitweise ohne Ausführungsgebühr anbieten.
Besonders für Anlegerinnen und Anleger, die Wert auf Stabilität, ein breites Produktangebot und klassische Bankfunktionen legen, sind Direktbanken eine sinnvolle Wahl. Auch Festgeld, Tagesgeld und Kreditangebote sind hier oft direkt integriert.
Sparkassen, Volksbanken und große Privatbanken bieten persönliche Beratung vor Ort. Dafür zahlst du jedoch in der Regel deutlich mehr: Ordergebühren von 1 Prozent des Volumens mit hohen Mindestpreisen sowie jährliche Depotgebühren sind keine Seltenheit. Zudem ist die Beratung häufig provisionsgetrieben, was nicht immer im Interesse der Kunden liegt. Für reine Selbstentscheider gibt es kaum einen Grund, ein teures Filialdepot zu behalten.
Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick über die typischen Konditionen bekannter Anbieter in Deutschland. Bitte beachte, dass sich Preise und Aktionen regelmäßig ändern. Die Angaben dienen als Orientierung und ersetzen keinen Blick in das aktuelle Preis- und Leistungsverzeichnis des jeweiligen Anbieters.
| Anbieter | Kategorie | Order (typisch) | ETF-Sparplan | Depotführung | Wichtige Handelsplätze |
|---|---|---|---|---|---|
| Trade Republic | Neobroker | 1 € Fremdkostenpauschale | kostenlos | kostenlos | LS Exchange, teils weitere |
| Scalable Capital | Neobroker | 0,99 € (Free) bzw. 0 € ab 250 € (Flatrate-Modell) | kostenlos | kostenlos | gettex, Xetra (aufpreispflichtig) |
| finanzen.net zero | Neobroker | 0 € ab 500 €, sonst 1 € | kostenlos | kostenlos | gettex |
| Smartbroker+ | Neobroker | 0 € ab 500 € (gettex), sonst ca. 1 € | kostenlos | kostenlos | gettex, Xetra, Regionalbörsen |
| Traders Place | Online-Broker | niedrige Pauschale je Order | kostenlos bzw. günstig | kostenlos | gettex, Xetra, weitere |
| ING | Direktbank | 4,90 € + 0,25 % zzgl. Fremdkosten | viele ETFs kostenlos | kostenlos | Xetra, Regionalbörsen, Direkthandel |
| comdirect | Direktbank | 4,90 € + 0,25 %, mit Mindestentgelt | ausgewählte ETFs günstig | meist kostenlos | Xetra, Regionalbörsen, international |
| Filialbank (typisch) | Filialbank | ca. 1 % mit Mindestentgelt | oft kostenpflichtig | häufig kostenpflichtig | breit, aber teuer |
Eine solche Übersicht ist hilfreich, um grobe Preisunterschiede zu erkennen. Sie kann aber nicht alle Details anzeigen, die im Alltag wichtig sind. So unterscheiden sich die Anbieter erheblich in der Zahl handelbarer ETFs, der Auswahl an Sparplänen, den Mindestbeträgen und der Qualität der App. Auch die Frage, ob Aktien-Sparpläne, Bruchstücke oder Derivate angeboten werden, findet sich in keiner Kostenspalte wieder.
Ein kleines Rechenbeispiel zeigt, wie stark die Gebührenmodelle auseinanderliegen: Kaufst du einmal pro Monat Aktien für 2.000 Euro, zahlst du bei einer klassischen Direktbank mit 4,90 Euro plus 0,25 Prozent rund 9,90 Euro je Order, also knapp 120 Euro im Jahr. Bei einem Neobroker mit 1 Euro Pauschale sind es 12 Euro im Jahr, mit einem Flatrate-Modell sogar 0 Euro Ordergebühr zuzüglich der monatlichen Grundgebühr. Für einen ETF-Sparplan von 100 Euro im Monat sind dagegen viele Anbieter gleichauf, weil die Ausführung kostenlos ist.
Viele Broker locken mit einem Bonus für die Depoteröffnung oder für den Depotübertrag, etwa mit Prämien in Euro, Gratisaktien oder zeitlich begrenzten Sonderzinsen. Solche Aktionen sind ein nettes Extra, sollten aber nie das Hauptkriterium sein. Ein Bonus von 50 Euro ist schnell aufgezehrt, wenn du über Jahre höhere laufende Kosten zahlst. Lies die Bedingungen genau: Oft gelten Mindestanlagen, Haltefristen oder eine bestimmte Anzahl an Trades.
Ein Aspekt, den viele Einsteiger unterschätzen, ist der Handelsplatz. Wo deine Order ausgeführt wird, beeinflusst sowohl den Preis als auch die Handelszeiten und die Liquidität. Ob ein Anbieter für dich bester Online Broker ist, entscheidet sich deshalb auch hier.
Xetra ist der elektronische Handelsplatz der Deutschen Börse und gilt als Referenz für den deutschen Aktien- und ETF-Handel. Hier findet der größte Teil des Umsatzes statt, die Spreads sind bei liquiden Werten sehr eng und die Preisbildung ist transparent. Allerdings sind die Handelszeiten auf 9 bis 17:30 Uhr begrenzt, und es fallen Börsenentgelte an, die viele Neobroker gar nicht oder nur gegen Aufpreis weitergeben. Wer größere Summen investiert oder auf maximale Transparenz setzt, sollte prüfen, ob sein Broker einen Xetra-Zugang anbietet.
Viele Neobroker setzen auf außerbörsliche oder börsenähnliche Handelsplätze. gettex wird von der Börse München betrieben, als Market Maker agiert unter anderem die Baader Bank. LS Exchange gehört zu Lang & Schwarz und ist der Haupthandelsplatz von Trade Republic. Diese Plattformen bieten meist längere Handelszeiten, etwa von 7:30 oder 8 Uhr bis 22 oder 23 Uhr, und verlangen keine klassischen Börsenentgelte. Dafür ist die Preisbildung an einen oder wenige Market Maker gebunden, die sich zwar am Referenzmarkt orientieren müssen, außerhalb der Xetra-Zeiten aber breitere Spreads stellen können.
Neben klassischen Wertpapieren bieten viele Plattformen erweiterte Handelsmöglichkeiten wie Optionsscheine, Knock-out-Zertifikate oder CFDs. Diese Produkte sind hochriskant: Laut den Pflichtangaben der Anbieter verliert ein Großteil der Privatanleger beim Handel mit CFDs Geld. Wenn du mit kurzfristigem Trading experimentieren möchtest, solltest du nur einen kleinen Teil deines Vermögens einsetzen, den du im Zweifel komplett verlieren kannst.
Auch Krypto-Handel ist bei vielen Brokern inzwischen integriert. Trade Republic, Scalable Capital und andere bieten Bitcoin, Ethereum und weitere Coins direkt in der App an, häufig in Kooperation mit spezialisierten Partnern. Reine Kryptoplattformen wie Bitpanda haben dagegen ein größeres Coin-Angebot und eigene Funktionen wie Krypto-Sparpläne oder Staking. Beachte die oft deutlich höheren Spreads beim Kryptohandel und kläre, ob du echte Coins besitzt oder nur ein Derivat bzw. ein Exchange Traded Product hältst.
Für die meisten Privatanleger ist der Sparplan das wichtigste Werkzeug. Mit einer festen Sparrate investierst du regelmäßig und automatisch, profitierst vom Durchschnittskosteneffekt und musst dich nicht um den perfekten Einstiegszeitpunkt kümmern. Gerade hier zeigt sich, ob ein Anbieter langfristig günstig ist.
Bei ETFs kannst du zwischen thesaurierenden und ausschüttenden Varianten wählen. Thesaurierende ETFs legen Erträge automatisch wieder an, während ausschüttende ETFs Dividenden auf dein Verrechnungskonto überweisen. Für deinen Broker ist das insofern relevant, als manche Anbieter Ausschüttungen automatisch reinvestieren können, andere nicht. Zudem solltest du prüfen, ob dein Broker den Sparerpauschbetrag korrekt anwendet und einen Freistellungsauftrag ermöglicht. Bei deutschen Brokern ist das Standard, bei ausländischen Anbietern musst du dich oft selbst um die Versteuerung kümmern.
Seit der Zinswende haben viele Broker die Verzinsung des Guthabens als Verkaufsargument entdeckt. Einige Neobroker zahlen auf nicht investiertes Geld einen Zins, der sich am Leitzins der EZB orientiert, teilweise mit einer Obergrenze. Das macht den Broker gleichzeitig zur Alternative zum Tagesgeldkonto. Prüfe genau, bis zu welchem Betrag der Zins gilt und ob das Geld über die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro je Kunde und Bank abgesichert ist.
Eine weitere Möglichkeit für kurzfristig geparktes Kapital sind Geldmarktfonds oder Geldmarkt-ETFs. Sie investieren in sehr kurz laufende Anleihen und bilden den Geldmarktzins nach. Als Sondervermögen sind sie im Falle einer Bankpleite geschützt, unterliegen aber leichten Kursschwankungen. Wer sein Geld für einen festen Zeitraum binden möchte, kann alternativ Festgeld nutzen, das viele Direktbanken direkt neben dem Depot anbieten.
Unterschätze nicht die Bedeutung der Benutzeroberfläche. Eine gute App zeigt dir übersichtlich deine Performance, Kosten und steuerlichen Daten an. Fortgeschrittene Anleger schätzen zudem Chartanalysen, Watchlists, Kursalarme und unterschiedliche Ordertypen wie Stop-Loss, Trailing Stop oder One-Cancels-Other. Lies ruhig Bewertungen anderer Nutzer in den App-Stores und in unabhängigen Foren, um ein Gefühl für Stabilität und Service zu bekommen. Häufen sich Beschwerden über Ausfälle bei hoher Marktvolatilität oder über langsame Antwortzeiten, ist das ein wichtiges Warnsignal.
Nachdem du die wichtigsten Kriterien kennst, geht es an die praktische Umsetzung. Mit diesem Leitfaden findest du in wenigen Schritten heraus, welcher Anbieter für dich bester Online Broker ist, und eröffnest dein Depot ohne Umwege.
Ordne dich einem der folgenden Profile zu. Das hilft dir, die Zahl der infrage kommenden Anbieter stark einzugrenzen:
Rechne deine voraussichtlichen Jahreskosten bei zwei bis drei Favoriten durch. Berücksichtige dabei Ordergebühren, Sparplankosten, eventuelle Grundgebühren für Flatrate-Modelle und Fremdkosten. Ein einfacher Rechner in einer Tabellenkalkulation reicht aus. Oft zeigt sich dabei, dass zwei Anbieter nahezu gleichauf liegen und weiche Faktoren wie App-Qualität oder Service den Ausschlag geben.
Kontrolliere, wo der Broker reguliert ist und welche Bank im Hintergrund das Depot führt. Wertpapiere sind als Sondervermögen auch bei einer Insolvenz des Brokers geschützt. Für Bargeld auf dem Verrechnungskonto gilt die Einlagensicherung, deren Umfang je nach Land und Bank unterschiedlich ist. Achte bei Angeboten mit Zinsen darauf, bei welchen Partnerbanken das Geld tatsächlich liegt.
Die Depoteröffnung läuft heute fast immer vollständig online. Du benötigst einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, deine Steuer-Identifikationsnummer und ein Referenzkonto. Die Legitimation erfolgt per Video-Ident oder über die Online-Ausweisfunktion. In vielen Fällen ist das Depot innerhalb weniger Minuten bis Tage einsatzbereit. Denk daran, direkt einen Freistellungsauftrag einzurichten, damit du deinen Sparerpauschbetrag optimal nutzt.
Wenn du bereits ein teures Depot bei einer Filialbank hast, kannst du deine Wertpapiere kostenlos zum neuen Anbieter übertragen. Dazu stellst du beim neuen Broker einen Übertragungsauftrag. Die steuerlichen Anschaffungsdaten werden bei einem Übertrag innerhalb Deutschlands automatisch mitgeliefert. Verkaufe deine Positionen nicht vorschnell, nur um zu wechseln, denn dabei würdest du Gebühren zahlen und gegebenenfalls Steuern auf Gewinne auslösen.
Der Brokermarkt ist in ständiger Bewegung. Preismodelle ändern sich, neue Anbieter kommen hinzu, Aktionen laufen aus. Einmal pro Jahr solltest du deshalb prüfen, ob dein Anbieter noch zu dir passt. Unsere Empfehlungen in diesem Ratgeber geben dir eine gute Grundlage, ersetzen aber nicht den eigenen Blick in die aktuellen Konditionen.
Die gute Nachricht: Noch nie war es in Deutschland so günstig, Geld an der Börse anzulegen. Für Sparplan-Anleger und Einsteiger sind Neobroker mit kostenlosen ETF-Sparplänen und niedrigen Orderpauschalen in der Regel die preiswerteste Lösung. Wer mehr Handelsplätze, persönlichen Service und eine Komplettlösung wünscht, ist bei einer Direktbank wie der ING oder comdirect gut aufgehoben und zahlt dafür einen moderaten Aufpreis. Teure Filialdepots lohnen sich nur, wenn du die Beratung wirklich nutzt.
Am Ende ist bester Online Broker derjenige, der zu deinem Anlageverhalten passt, transparent abrechnet, sicher reguliert ist und dir die Werkzeuge bietet, die du tatsächlich brauchst. Nimm dir eine halbe Stunde Zeit für den Vergleich, rechne deine Kosten durch und triff dann eine fundierte Entscheidung. Über die Jahre summiert sich die Ersparnis oft auf einen vierstelligen Betrag, der direkt deiner Rendite zugutekommt.
Für Einsteiger eignen sich vor allem Neobroker mit kostenlosen ETF-Sparplänen, niedrigen Mindestsparraten und einer übersichtlichen App. Anbieter wie Trade Republic, Scalable Capital oder finanzen.net zero sind hier beliebt. Wenn dir ein Girokonto aus einer Hand und telefonischer Service wichtig sind, ist eine Direktbank wie die ING ebenfalls eine gute Wahl. Entscheidend ist, dass die Kosten zu deinem Sparverhalten passen und du dich in der Bedienung wohlfühlst.
Seriöse Neobroker sind von der BaFin oder einer anderen europäischen Finanzaufsicht reguliert und arbeiten häufig mit etablierten Partnerbanken zusammen. Deine Wertpapiere gelten als Sondervermögen und bleiben auch bei einer Insolvenz des Anbieters dein Eigentum. Bargeld auf dem Verrechnungskonto ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Bank abgesichert. Prüfe dennoch, bei welcher Bank dein Geld tatsächlich verwahrt wird.
Bei vielen Neobrokern ist die Ausführung von ETF-Sparplänen komplett kostenlos. Direktbanken bieten häufig eine Auswahl kostenloser ETFs an, für andere Fonds fallen meist 1,5 bis 2,5 Prozent der Sparrate oder ein fester Betrag an. Zusätzlich zahlst du die laufenden Kosten des ETFs selbst (TER), die bei breit gestreuten Indexfonds oft zwischen 0,1 und 0,3 Prozent pro Jahr liegen.
Der Handelsplatz bestimmt, zu welchem Kurs deine Order ausgeführt wird, welche Handelszeiten gelten und welche Fremdkosten anfallen. Xetra bietet hohe Liquidität und transparente Preise, verursacht aber Börsenentgelte. Außerbörsliche Plätze wie gettex oder LS Exchange sind oft günstiger und länger geöffnet, können aber außerhalb der Hauptzeiten breitere Spreads aufweisen. Mit einem Limit schützt du dich vor ungünstigen Kursen.
Ein Flatrate-Modell mit monatlicher Grundgebühr lohnt sich, wenn du regelmäßig mehrere Orders im Monat aufgibst. Kaufst du beispielsweise nur einmal im Monat oder ausschließlich per Sparplan, ist ein Modell mit niedriger Einzelpauschale meist günstiger. Rechne deine durchschnittliche Anzahl an Trades pro Jahr hoch und vergleiche die Gesamtkosten beider Varianten.
Ja, ein Depotwechsel ist jederzeit möglich und für den Übertrag innerhalb Deutschlands gesetzlich kostenlos. Du beauftragst einfach den neuen Broker mit dem Übertrag, der die Wertpapiere samt steuerlicher Anschaffungsdaten übernimmt. Bei ausländischen Wertpapieren können vereinzelt Fremdgebühren anfallen. Verkaufe deine Positionen vor dem Wechsel nicht, da sonst unnötige Gebühren und Steuern entstehen können.
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